Feeds:
Artikel
Kommentare

Doppelpack von Nelisse

Red Bull Salzburg hat am Sonntag die Tabellenspitze der Tipp3-Bundesliga zurückerobert. Der Titelfavorit bezwang daheim vor 13.500 Zuschauern das weiterhin punktlose Schlusslicht Cashpoint SCR Altach ohne Probleme 3:0 (1:0).

Matchwinner war Neuzugang Robin Nelisse, der Stürmer von den Niederländischen Antillen traf in den Minuten elf und 48, für den Schlusspunkt sorgte im Finish Vladimir Janocko (84.).

Die Adriaanse-Truppe konnte sich bei teilweise strömendem Regen den Luxus leisten, durch Alexander Zickler einen Elfmeter zu verschießen (16./Krassnitzer parierte).

Klare Rollenverteilung
Die Rollen waren vor Anpfiff klar verteilt. Die Salzburger Offensivmaschinerie hatte in den ersten drei Saisonpartien gegen Mattersburg (6:0), Rapid (2:2) und Bananz Eriwan (7:0) phasenweise begeisternd aufgespielt und 15 Treffer erzielt.

Zudem hatte man die letzten zwei Heimpartien gegen Altach 4:1 und 4:0 gewonnen. Auf der anderen Seite waren die Vorarlberger mit zwei glatten Niederlagen gegen Ried (0:3) und den LASK (1:3) in die Saison gestartet.

Altach versteckt sich nicht
Auch ohne Marc Janko – der Leader der Torschützenliste wurde noch geschont – und Ngwat-Mahop (gesperrt) schien nur die Höhe des Heimerfolgs zur Debatte zu stehen.

Doch auf dem Kunstrasen sah die Angelegenheit anders aus, Altach war ein harter Brocken. Aufhauser fabrizierte beinahe per Kopf ein Eigentor (3./Außennetz), Mimm traf per Kopf die Latte (3.) und Mattle verhaute vom Fünfer (7.).

Nelisse fackelt nicht lange
Salzburg war effizienter, nach einem von Ribeiro auf der Linie geklärten Tchoyi-Kopfball (8.) saß bereits die zweite Chance. Nelisse traf nach Bodnar-Flanke aus kurzer Distanz unter die Latte (11.).

Kein Tag für Zickler
Nur fünf Minuten später hatten die Hausherren die große Chance auf das zweite Tor, Mimm riss im eigenen Strafraum Öbster zurück und verschuldete damit einen Elfmeter. Doch Zickler scheiterte mit seinem zu schwachen Schuss ins linke Eck an Krassnitzer (16.).

Für Zickler war es bereits der dritte verschossene Ligaelfer en suite, in der vergangenen Saison hatte er zuletzt gegen Payer (Rapid) und Safar (Austria) den Kürzeren gezogen.

Für den amtierenden Torschützenkönig Zickler, der nach wie vor auf den ersten Liga-Treffer der Saison wartet, ging nicht einmal 20 Minuten später ein verpatzter Abend zu Ende, der Deutsche musste mit Verdacht auf Muskelfasereinriss im rechten Oberschenkel für Jezek Platz machen (35.).

Ballverliebte Salzburger
Zicklers Kollegen taten sich weiter schwer, die Altacher machten die Räume geschickt eng und ließen kein neuerliches Chancenfestival der Adriaanse-Truppe zu, obwohl die Ballverteilung in den ersten 45 Minuten mit 72:28 Prozent eindeutig war.

Nelisse: Torjäger und Vorbereiter
Gleich nach Wiederbeginn schlug sich dieses Übergewicht im zweiten Treffer nieder. Nach wunderbarem Leitgeb-Lochpass schoss Nelisse aus elf Metern souverän ein (48.). Danach kam der Salzburg-Motor richtig ins Rollen, ein Jezek-Volley wurde von Krassnitzer entschärft (50.).

Danach wurde der Regen intensiver. Jezek und Co. mussten trotz Gelb-Rot für Mimm (77.) lange auf den dritten Treffer warten. Schließlich sorgte der eingewechselte Janocko für das 3:0. Nelisse legte mit der Brust ab, und der Slowake traf zu seinem ersten Ligator seit 14. Oktober 2006 (ebenfalls 3:0 gegen Altach).

Traditionelle Fehlstarter
Die Salzburger blieben damit auch im neunten Oberhaus-Match gegen Altach ungeschlagen, bei drei Remis hat man sechs Siege und 21:4 Tore zu Buche stehen. Altach ist mittlerweile sieben Runden sieglos.

Als kleiner Trost für Altach-Coach Fuchsbichler bleibt die Statistik. In den vergangenen zwei Saisonen war man mit vier bzw. drei Niederlagen in die Saison gestartet und hatte am Ende trotzdem den Klassenerhalt geschafft.

Stimmen zum Spiel:
Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): „Wir hätten relativ einfach 5:0 oder 6:0 gewinnen können, haben aber einige Chancen nicht verwertet. Es ist das Recht der Mannschaften, hier in Salzburg so zu spielen, dass sie nur 0:1 oder 0:2 verlieren. Kompliment an Altach für die ersten fünf Minuten, danach haben sie aber nur mehr verteidigt. Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, das ist unglaublich.“

„Nelisse kann noch viel besser spielen, er muss sich erst an den Kunstrasen und den typisch österreichischen Fußball gewöhnen. Die Verletzung bei Zickler ist nicht so schlimm, aber zehn bis 14 Tage wird er uns schon fehlen.“

Robin Nelisse (zweifacher Salzburg-Torschütze): „Wir haben 3:0 gewonnen und die Tabellenführung geholt, natürlich bin ich da sehr glücklich. Es war sehr schwer für uns, denn Altach stand mit sehr vielen Spielern im Strafraum. Aber wir haben geduldig auf unsere Chancen gewartet und drei Treffer erzielt.“

Heinz Fuchsbichler (Altach-Trainer): „Im Endeffekt hat sich einfach die Qualität durchgesetzt. Ein großer Gegner für uns beim Verteidigen ist hier auch der unglaublich schnelle Kunstrasen gewesen. Kämpferisch war unsere Leistung top, aber nach vorne haben wir unsere Probleme, und das leider nicht zum ersten Mal. Wir haben gewusst, wenn wir hier auf diesem Platz mitspielen wollen, kann es auch zweistellig werden. Wir werden schon unsere Punkte holen.“

Dritte Runde, Sonntag:

Salzburg – Altach 3:0 (1:0)

Red-Bull-Arena, 13.500 Zuschauer, SR Krassnitzer

Torfolge:
1:0 Nelisse (11.)
2:0 Nelisse (48.)
3:0 Janocko (84.)

Salzburg: Ochs – Bodnar, Sekagya, Aufhauser, Gercaliu – Tchoyi (66./Vonlanthen), Kovac, Öbster (78./Janocko) – Leitgeb, Nelisse, Zickler (35./Jezek)

Altach: Krassnitzer – Mimm, Stückler, Sereinig, Kling – Rajic (61./Karatay), Guem, Ribeiro (90./Mayer), Pamminger, Pfister – Mattle (57./Konrad)

Gelb-Rote Karte: Mimm (77.)

Gelbe Karten: Janocko bzw. Ribeiro

Die Besten: Nelisse, Bodnar, Öbster bzw. Krassnitzer

Zickler scheiterte mit einem Elfer an Krassnitzer (16.).

Rettung in letzter Sekunde

Meister Rapid hat am Samstag den ersten Sieg der noch jungen Meisterschaft gefeiert. In der dritten Runde der tipp3-Bundesliga durften die Hütteldorfer vor eigenem Publikum gegen Austria Kärnten ein 1:0 bejubeln, das Erwin „Jimmy“ Hoffer erst in der 95. Minute fixierte.

Vor 15.400 Zuschauern – erstmals seit 27. Februar war das Hanappi-Stadion nicht ausverkauft – vermochte Rapid den gut eingestellten Gästen lange Zeit nichts entgegenzusetzen, die schnell spielenden Kärntner ließen auch in der zweiten Hälfte viele Kontermöglichkeiten ungenutzt.

GEPA/Josef Bollwein

Hoffer war es schließlich, der mit seinem ersten Saisontor in der 95. Minute die späte Drangphase der Gastgeber belohnte.

Kärnten führt das Kommando
Kärnten-Coach Frenkie Schinkels wartete mit gleich zwei Überraschungen auf: Zum einen beorderte er Riedl quasi als Libero hinter die Viererkette, zum anderen hatte er seine Mannschaft trotz dieser massierten Abwehr sehr offensiv eingestellt.

Die Gäste wirbelten die Grün-Weißen dann auch gleich zu Beginn mit schnellem Direktspiel durcheinander, Kärnten war in der ersten halben Stunde tonangebend. Rapid war im Spielaufbau zu langsam und fehlerhaft.

Flotte Angriffe
Die Schinkels-Elf trug flotte Angriffe über den schnellen Wolf vor. Auch Mair wurde immer wieder mit langen Pässen gesucht.

Ein Mair-Kopfball (15.), ein Wolf-Weitschuss (18.) sowie ein Junuzovic-Versuch knapp am langen Eck vorbei (42.) waren die besten Möglichkeiten für die Klagenfurter.

Erste Chancen für Rapid
Erst im Schlussdrittel der ersten Hälfte kam Rapid zu ersten Möglichkeiten: Hoffmann setzte einen Weitschuss nur knapp über die Latte (30.), fünf Minuten später ließ der allein stehende Boskovic unmittelbar hintereinander zwei gute Chancen aus wenigen Metern aus.

GEPA/Walter Luger

Kärnten machte Rapid das Leben aber weiter schwer. Ortlechner, Chaile und Riedl kümmerten sich aufmerksam um Maierhofer und Hoffer.

Kärntnern fehlt Torjäger
Nach dem Seitenwechsel wurde aufseiten Kärntens Wolf durch den Brasilianer Sandro ersetzt, Rapid-Coach Peter Pacult brachte Kavlak für Kulovits. Sandro war es denn auch, der in der 49. Minute nach einem schnellen Konter den ersten – harmlosen – Warnschuss abgab.

Kurz darauf vergab der 22-Jährige erneut im Gegenstoß eine noch bessere Gelegenheit, Koch klärte aber in letzter Sekunde (52.).

Rot für den Schiedsrichter
Unmittelbar davor sorgte Kärnten-Coach Schinkels mit seinem Sinn für die Show für Aufsehen. Er wurde von Schiedsrichter Louis Hofmann auf die Tribüne verbannt und revanchierte sich dafür beim Unparteiischen mit einer eigens mitgeführten Roten Karte (51.).

GEPA/Walter Luger

Rapid kommt auf, Kärnten kontert
Die Partie nahm ab diesem Zeitpunkt an Rasanz zu. Boskovic traf die Stange, Rapid zeigte im Gegensatz zur ersten Hälfte nun auch spielerisch mehr. „Kanonier“ Dober hämmerte in der 60. Minute einen abgefälschten Freistoß gefährlich nahe am Tor vorbei, scheiterte in der Folge per Kopf.

Kärnten blieb in Kontern aber weiterhin brandgefährlich. Der an der Schulter verletzte Sandro musste in der 61. Minute für seinen Landsmann Chiquinho Platz machen, der nur wenige Sekunden später aus wenigen Metern erneut eine Riesenchance vergab.

Schlusssprint von Rapid
In der Schlussphase, Jelavic war für Dober gekommen (79.), setzte Rapid alles auf eine Karte. Jelavic (80.) und Maierhofer per Kopf (86.) sowie Boskovic, der von Riedl in letzter Sekunde gestoppt wurde (89.), gingen zwar leer aus. Der erhöhte Druck wurde aber schließlich doch noch belohnt.

APA/Diener/Leena Manhart

Hoffer machte nach idealem Stanglpass von Kavlak in der 95. Minute den Last-Minute-Sieg für den Rekordmeister noch perfekt.

Stimmen zum Spiel:
Peter Pacult (Rapid-Trainer): „Ich kann das Wort Druck nicht mehr hören. Wenn du dieses schwierige Spiel in der 95. Minute gewinnst, werden natürlich Emotionen frei. Vor dem Spiel habe ich gesagt, nach dem Spiel müssen wir drei Punkte mehr haben, das ist passiert.“

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): „Kompliment an meine Mannschaft, sie haben alles gegeben. Wenn du hier gewinnen willst, musst du zwei, drei Tore schießen. Wir werden allen beweisen, dass wir kein Abstiegskandidat sind. Der Schiri hat viel Wirbel hineingebracht. Der Herr Hofmann wird Austria Kärnten nie wieder pfeifen.“

Dritte Runde, Samstag:

Rapid – Austria Kärnten 1:0 (0:0)

Hanappi-Stadion, 15.400 Zuschauer, SR Hofmann

Tor: 1:0 Hoffer (95.)

Rapid: Koch – Dober (79./Jelavic), Tokic, Patocka, Katzer – Hofmann, Heikkinen, Kulovits (46./Kavlak), Boskovic – Hoffer, Maierhofer

Kärnten: Schranz – Riedl – Bubenik, Chaile, Ortlechner, Prawda – Wolf (46./Sandro / 61./Chiquinho), Hinum, Weber, Junuzovic (83./Bürgler) – Mair

Gelbe Karten: Tokic, Patocka, Maierhofer, Dober bzw. Wolf, Prawda, Chaile, Hinum, Mair

Die Besten: Hofmann, Koch bzw. Riedl, Junuzovic, Wolf

©Bild: GEPA/Josef Bollwein

©Bild: GEPA/Walter Luger

©Bild: APA/Diener/Leena Manhart

Goldtor von Majstorovic

Die Austria hat sich mit einem 1:0-Erfolg beim LASK am Sonntag aus der Krise geschossen. In der dritten Runde der Tipp3-Bundesliga reichte den Wienern eine mittelmäßige Vorstellung, um den ersten Saisonsieg zu feiern und Coach Karl Daxbacher bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte das erhoffte Erfolgserlebnis zu bescheren.

Der erstmals in dieser Saison aufgebotene Mario Majstorovic machte mit dem einzigen Treffer des Tages in der 53. Minute den Sieg für die Favoritner perfekt.

Während die Austria durchaus noch mehrere Tore hätte erzielen können, waren die Gastgeber nie in der Lage, das Spiel zu machen und gaben die ersten Punkte ab.

LASK von der Rolle
Ein wild gestikulierender LASK-Trainer Andrej Panadic sah eine enttäuschende Leistung seiner Mannschaft: Das statische, fast nervöse Spiel der Linzer war geprägt von Rat- und Ideenlosigkeit, Abspielfehlern und Missverständnissen.

Zusammenhängende Aktionen bis vors Tor fehlten, die Austria, selbst nach wie vor auf Formsuche, konnte davon aber erst gegen Ende der ersten Hälfte profitieren.

Panadic „bestrafte“ dann Wemmer, der kurzfristig für Youngster Schreiner (Magenprobleme) eingelaufen war, noch vor Seitenwechsel mit dem Tausch gegen Piermayr (44.).

Austria findet ins Spiel
Die Wiener, bei denen Sun Xiang erstmals von der Defensive ins Mittelfeld vorrückte und von Majstorovic vertreten wurde, suchten ihr Glück vorerst hauptsächlich über hohe Bälle.

Mit Fortdauer der Partie gelang den Gästen aber auch spielerisch mehr. So tankte sich Okotie in der 34. Minute weit vor, sein Schuss traf aber nur das Außennetz. Zuvor hatte der bis dahin beste Linzer, Tormann Cavlina, zwei Möglichkeiten durch Acimovic (1. und 38.) vereitelt.

Majstorovic nimmt Maß
Majstorovic erfüllte schließlich die Hoffnungen der Daxbacher-Elf auf einen vollen Erfolg: Aus rund 20 Metern erzielte er mit einem präzisen Schuss das 1:0 (52.). Der Ball fiel dem Austria-Verteidiger nach einer Strafraumszene quasi vor die Beine.

Nichts geht beim LASK
Der LASK konnte aber nicht mehr zulegen, obwohl mit Mijatovic anstelle von Wisio eine weitere Offensivkraft gekommen war. Ein schwacher Versuch von Panis in der 65. Minute beendete zwar eine fast 40-minütige Torschussflaute der Gastgeber, leitete aber keineswegs eine finale Sturm-und-Drang-Phase ein.

Für die Austria vergab Sulimani die größte Chance auf das 2:0 in der 94. Minute, für die Linzer konnte auch der in den Strafraum geeilte Cavlina beim letzten Freistoß für Schwarz-Weiß nichts mehr ausrichten.

Stimmen zum Spiel:
Andrej Panadic (LASK-Trainer): „Das war nicht schön. Die Austria hat die Räume gut zugestellt, klug gespielt. Unsere Bälle waren zu langsam, in der Defensive haben wir zu langsam agiert. Die Spieler haben in der zweiten Hälfte alles versucht. Aber natürlich müssen wir uns verbessern. Wir haben die erste Hälfte verschlafen. Die Austria war die klar bessere Mannschaft. Ich wollte Wemmer eigentlich schon ein bisschen früher runterholen, leider ist er überhaupt nicht ins Spiel gekommen.“

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): „Wir waren heute klar die bessere Mannschaft. Der LASK hat es nach schlechtem Spiel mit der Brechstange probiert. Es wird zu oft nach dem Resultat beurteilt, aber wir haben in den ersten beiden Spielen nicht gut gespielt. Der Sieg freut mich und hat mich befreit.“

Mario Majstorovic (Austria-Torschütze): „Es war eine taktisch tadellose Leistung von uns. Sicher war beim Siegestreffer auch Glück dabei. Ich bin nicht so ein Goalgetter, aber es freut mich, dass es gelungen ist. Im vorigen Jahr habe ich Gercaliu auf meiner Position gehabt, heuer Sun Xiang. Es ist nicht so leicht bei der Austria, in der Vorbereitung war ich zudem verletzt.“

Dritte Runde, Sonntag:

LASK – Austria 0:1 (0:0)

Linzer Stadion, 10.700 Zuschauer, SR Plautz

Tor: 0:1 Majstorovic (52.)

LASK: Cavlina – Gansterer, Baur, Hoheneder, Wisio (63./Mijatovic) – Klein (86./Kablar), Saurer, Panis, Wemmer (44./Piermayr) – Vastic, Mayrleb

Austria: Safar – Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic – Krammer, Hattenberger, Acimovic (89./Madl), Sun Xiang (63./Dragovic) – Bazina (84./Sulimani), Okotie

Gelbe Karten: Mayrleb bzw. Bazina

Die Besten: Cavlina, Baur bzw. Krammer, Hattenberger, Majstorovic

Gelungenes Gludovatz-Heimdebüt

Das Heimdebüt von SV-Josko-Ried-Trainer Paul Gludovatz in der tipp3-Bundesliga ist geglückt.

Die Oberösterreicher feierten am Freitagabend zum Auftakt der dritten Runde gegen Aufsteiger Kapfenberger SV Superfund einen 2:1-Heimsieg und übernahmen vorerst die Tabellenführung. Die Steirer müssen hingegen weiter auf ihren ersten Oberhaus-Sieg seit 41 Jahren warten.

Stefan Lexa (13.) und Daniel Toth (63.) erzielten die Treffer der Gastgeber, Robert Schellanders zwischenzeitlicher Ausgleich (39.) konnte am verdienten Sieg der Rieder nichts ändern.

Ried mit Stocklasa und Hadzic
Ried bot vor 5.700 Zuschauern im Fill-Metallbau-Stadion erstmals den Liechtensteiner Teamspieler und Verteidiger Martin Stocklasa auf, auch der 18-Jährige Anel Hadzic durfte erstmals von Beginn an ran.

Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch, der nach wie vor auf die Neuzugänge Milan Fukal, Eric Akoto und Pero Pejic verzichten musste, beorderte Andreas Schönberger vor die Abwehr und ließ David Sencar auf der Bank.

Lexa trifft per Innenstange
Nach rund zehn Minuten des Abtastens rissen die Gastgeber die Initiative an sich und gingen prompt in Führung: Lexa vollendete die Vorarbeit von Herwig Drechsel und Hadzic mit einem präzisen Weitschuss, der vorbei an den Fingerspitzen von Goalie Kamil Susko von der linken Innenstange ins Tor ging (13.).

Die Oberösterreicher machten weiter Druck, Andreas Bammer (23.) und Ewald Brenner mit einem schönen direkten Freistoß knapp vorbei am Kreuzeck (33.) sorgten für brenzlige Situationen.

Zweiminütige Schrecksekunde um Kujabi
Eine Rieder Schrecksekunde nach etwas mehr als einer halben Stunde währte dann rund zwei Minuten: Pai Saikou Kujabi, der nach einem Kopfballduell mit Dominique Taboga scheinbar ohnmächtig liegen blieb, war kurzfristig von Erste-Hilfe-Kräften umringt, stand dann aber etwas benommen auf und konnte schließlich weiterspielen.

Ausgleich wie aus heiterem Himmel
Der Ausgleich für die „Falken“ fiel wie aus heiterem Himmel respektive einem Eckball: Andreas Rauscher verlängerte die scharfe, flache Hereingabe, der ideal postierte Schellander köpfelte zum 1:1 ein (39.).

Für verfrühten Jubel und Aufregung aufseiten der Rieder sorgte noch kurz vor dem Seitenwechsel ein Pfiff von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer, der einem Lexa-Treffer aus direktem Freistoß wegen eines angeblichen Fouls an Susko die Anerkennung verweigerte (44.).

Entscheidung durch „Joker“ Toth
Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Rieder spielbestimmend. Die auf eine verstärkte Offensive abzielenden Wechsel der Kapfenberger (Kozelsky für Bernsteiner und Wieger für Rauscher) brachten keinen echten Umschwung.

Dementsprechend verdient fiel auch das 2:1 für die Oberösterreicher: Eine aus dem Abwehrzentrum weggeköpfte Drechsel-Flanke setzte der am Sechzehner lauernde und kurz davor für Kujabi eingewechselte Toth ins Netz (63.). Schon zuvor hatte Kujabi die Stange getroffen (50.) und konnte Susko einen Drechsel-Schuss erst im Nachfassen bändigen (53.).

Die Drangphase der Obersteirer währte nach dem erneuten Gegentreffer nur rund zehn Minuten, ein echtes Aufbäumen blieb aus. Susko musste vielmehr noch einen wuchtigen Drechsel-Schuss parieren (76.), Lexa verdribbelte sich in aussichtsreicher Position im Strafraum (78.).

Stimmen zum Spiel:
Paul Gludovatz (Ried-Trainer): „Das war mit Sicherheit nicht der Trainereffekt. Ich habe eigentlich zwei gleich starke Mannschaften gesehen, aufgrund der Torchancen haben wir aber verdient gewonnen.“

Daniel Toth (Ried-Siegestorschütze): „Wir wollten heute einfach gewinnen. Dass ich auch noch das 2:1 geschossen habe, ist einfach wunderbar. Die Kapfenberger sind weit drinnengestanden. Wir haben uns lange Zeit schwergetan, aber der Sieg zählt.“

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die unentschieden hätte spielen können. Ein Eigenfehler hat uns das Remis gekostet. Ein Kopfball darf nie ins Zentrum zurückgeköpfelt werden. Bei diesen Fans ist dann auch ein bisschen Nervenflattern dazugekommen. Mir tut es leid, aufgrund der Einstellung und des Kampfgeistes hätte sich die Mannschaft ein Remis verdient. Wir zahlen Lehrgeld. Die Qualität der Einzelspieler von Ried ist so, dass sie ein Spiel entscheiden können.“

Freitag:

Ried – Kapfenberg 2:1 (1:1)

Fill-Metallbau-Stadion, 5.700 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Torfolge:
1:0 Lexa (13.)
1:1 Schellander (39.)
2:1 Toth (63.)

Ried: Gebauer – Brenner, Glasner, Stocklasa, Ulmer – Lexa, Kovacevic, Drechsel, Hadzic (69./Strak), Kujabi (57./Toth) – Bammer (76./Hofer)

Kapfenberg: Susko – Osoinik, Taboga, Rauscher (68./Wieger), Reiter (75./Felfernig) – Lienhart, Siegl, Schönberger, Schellander, Liendl – Bernsteiner (54./Kozelsky)

Gelbe Karten: Stocklasa, Lexa bzw. Reiter, Taboga, Rauscher, Schönberger

Die Besten: Ulmer, Lexa, Drechsel bzw. Siegl, Schellander

Erster Bundesliga-Punkt seit 40 Jahren

Austria Wien hat sich nach dem enttäuschenden Auftaktremis gegen Austria Kelag Kärnten am Sonntag auch in der zweiten Runde der tipp3-Bundesliga nicht rehabilitiert.

Die „Veilchen“ kamen bei Aufsteiger Kapfenberger SV Superfund nach zweimaliger Führung durch Tore von Bazina (36.) und Okotie (73.) über ein 2:2 nicht hinaus. Ein Elfer durch Liendl (53.) und ein spätes Eigentor des chinesischen Neuzugangs Sun Xiang (92.) kosteten die spielerisch nur phasenweise überzeugenden Wiener schließlich den Sieg.

Für Kapfenberg war es indes die Belohnung einer beherzten Vorstellung und der erste Zähler in der obersten österreichischen Spielklasse seit 41 Jahren.

Kapfenberg sorgte für Gefahr
Das Duell der zum Auftakt sieglos gebliebenen Teams begann durchaus gefällig. Kapfenberg versuchte im Gegensatz zum Auftakt, von Beginn an spielerische Akzente zu setzen, und sorgte durch Bernsteiner, der sich an der Torauslinie verdribbelte (6.), sowie einen Schellander-Volley (9.) schon früh für Gefahr im violetten Strafraum.

Die zweikampfstarken Gastgeber ließen kaum gute Aktionen der Austria zu, die sich in der ersten halben Stunde mit einer Handvoll Halbchancen begnügen musste. Vielmehr ließen Schönberger (24./Kopfball) und Siegl (25./Weitschuss) brauchbare Einschussmöglichkeiten ungenützt.

Sehenswertes Tor von Bazina
Der Führungstreffer für die Favoritner in der 36. Minute fiel aus den Nichts, zeigte aber auch die individuelle Klasse der Daxbacher-Elf.

Der von mehreren Kapfenbergern bedrängte Standfest brachte den Ball zu Okotie, der sich auf der rechten Seite nahe der Torauslinie mühelos gegen Rauscher durchsetzte und den Ball zur Mitte flankte, wo Bazina mit einem sehenswerten Volleyschuss die Führung und zugleich seinen ersten Treffer für Violett markierte.

Verdienter Ausgleich
Kapfenberg ließ sich aber nicht entmutigen und wurde schon bald nach dem Seitenwechsel für sein beherztes Spiel belohnt: Nach einem fragwürdigen Foul von Hattenberger, der Sencar im Strafraum angeblich gezogen hatte, netzte Liendl vom Elfmeterpunkt zum verdienten 1:1 ein (53.).

Die Wiener reagierten prompt und drängten in der Folge auf den erneuten Führungstreffer. In der 57. Minute prallte ein Bazina-Freistoß von der Latte zurück ins Feld, kurz darauf hätte Okotie per Kopf die schöne Vorarbeit Netzers fast mit einem Tor vollendet (57.).

Okotie bestrafte Kapfenberger Risiko
Kapfenberg hielt dem gestiegenen Druck vorerst aber stand, übte mit Pressing immer wieder Druck auf die Austria aus und spielte selbst mehrere zumindest im Ansatz gefährliche Aktionen heraus.

Just in jener Phase, in der Kapfenberg-Trainer Gregoritsch alles auf eine Karte setzte und Joker Wieger für Taboga brachte (70.), mussten die Gastgeber den zweiten Gegentreffer hinnehmen.

Der von der Defensive sträflich allein gelassene Okotie nahm eine gefühlvolle Vorlage von Acimovic in abseitsverdächtiger Position an und netzte aus wenigen Metern unbedrängt zum 2:1 ein (73.).

Eigentor ohne Bedrängnis
Erneut ließ Kapfenberg aber nicht nach. Schließlich sollte sich auch noch die Einwechslung Wiegers bezahlt machen.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit flankte der 36-Jährige hoch zur Mitte, Austrias Neuzugang Sun Xiang, der auch bei seinem zweiten Auftritt nicht zu überzeugen wusste, erzielte ohne Bedrängnis ein lupenreines Eigentor und bescherte den Kapfenbergern so einen durchaus verdienten Punkt.

Sonntag:

Kapfenberg – Austria 2:2 (0:1)

Franz-Fekete-Stadion, 4.840 Zuschauer, SR Einwaller

Torfolge:
1:0 Bazina (36.)
1:1 Liendl (53./Elfer)
1:2 Okotie (73.)
2:2 Sun Xiang (92./Eigentor)

Kapfenberg: Susko – Taboga (70./Wieger), Schönberger, Rauscher, Osoinik – Lienhart, Siegl, Sencar (88./Felfernig), Schellander – Liendl, Bernsteiner (65./Kozelsky)

Austria: Safar – Standfest, Bak, Schiemer, Sun Xiang – Krammer, Hattenberger, Netzer (62./Sulimani), Acimovic – Bazina (76./Dragovic), Okotie (82./Topic)

Gelbe Karten: Schönberger, Bernsteiner, Liendl bzw. Standfest, Hattenberger

Die Besten: Sencar, Liendl, Schellander bzw. Okotie, Bazina, Acimovic

Verpatztes Gludovatz-Debüt

Die Rieder Burgstaller und Salihi wurden ausgeschlossen.

SV Mattersburg hat in der zweiten Runde der tipp-3-Bundesliga am Samstagabend einen mühevollen Sieg gegen die SV Ried gefeiert.

Obwohl die Burgenländer 48 Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Platz gestanden waren, dauerte es bis zur 86. Minute, ehe Michael Mörz den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg erzielte.

Damit verlängerten beide Teams ihre Serien: Ried ist auch mit dem neuen Trainer Paul Gludovatz mittlerweile seit 14 Auswärtsspielen sieglos, Mattersburg nun 15 Partien auf dem eigenen Platz ungeschlagen.

Chancen blieben Mangelware
Zu Beginn kontrollierte Ried die Partie, ohne jedoch besonders torgefährlich zu sein. Salihi (8.) setzte bei seiner größten Möglichkeit in der Anfangsphase eine Flanke von Ewald Brenner per Kopf über das Tor.

Die größten Möglichkeiten für Mattersburg vergaben Carsten Jancker (21.) nach Zuspiel von Michael Mörz und Naumoski (35.). Dessen Schuss lenkte Ried-Schlussmann Thomas Gebauer neben das Tor.

GEPA/Hans Oberlaender

Hektische Schlussphase der ersten Hälfte
Nach diesem eher zähen Beginn eröffnete Hamdi Salihis sehenswerter Volleytreffer (27.) zur Führung für Ried die chaotische Schlussviertelstunde der ersten Hälfte.

 

Im Mittelpunkt stand dabei Schiedsrichter Thomas Gangl, der den bis zu diesem Zeitpunkt überlegenen Oberösterreichern zwei Mann durch rote Karten nahm. Thomas Burgstaller sah nach einem Zweikampf mit Ilco Naumoski im Strafraum die zweite gelbe Karte, den darauffolgenden Elfmeter verwertete der Gefoulte persönlich (40.).

In der 42. Minute verlor Ried-Torschütze Salihi die Nerven und schwächte seine Mannschaft entscheidend. Nachdem er von Mattersburg-Verteidiger Goce Sedloski zu Boden gerissen worden war, trat Salihi nach. Gangl zeigte dem Albaner nach Rücksprache mit seinem Assistenten Rot. Mattersburg fand aber auch danach kein Mittel gegen die von Neo-Coach Paul Gludovatz gut eingestellte Rieder Abwehr.

APA/Diener/Leena Manhart

 

Fans dürfen erst spät jubeln
Zu neunt hatten die Oberösterreicher keine Chance mehr auf den Sieg und kamen kaum aus der eigenen Hälfte heraus – ließen aber auch fast keine Mattersburger Torgelegenheiten zu.

In der 86. Minute schließlich wurden die immer intensiveren Angriffsbemühungen der Mattersburger doch noch belohnt. Mörz (86.) schupfte den Ball nach einem schönen Zuspiel von Carsten Jancker überlegt zum Siegestreffer ins Tor.

Stimmen zum Spiel:

GEPA/Hans Oberlaender


Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): „Mit zwei Mann mehr war es nicht so leicht. Ried hat die Räume gut eng gemacht, wir haben dagegen kein Mittel gefunden. Wir waren einfach nicht clever genug. Vor ein paar Tagen haben wir gegen Salzburg 0:6 verloren, das ist natürlich noch in den Köpfen drin. Heute hat nur der Sieg gezählt, und es war das Wichtigste, das zu erreichen.“

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): „Man muss das Resultat heute zweitrangig sehen und auf den Charakter der Mannschaft schauen. Darauf kann man aufbauen, und das gibt auch Entscheidungshilfen für die kommenden Spiele.“

Samstag:

Mattersburg – Ried 2:1 (1:1)

Pappelstadion, 4.800 Zuschauer, SR Gangl

Torfolge:
0:1 Salihi (27.)
1:1 Naumoski (40./Elfer)
2:1 Mörz (86.)

Mattersburg: Borenitsch – Mravac, Sedloski, Pöllhuber – Atan, Lindström (80. Kovrig), Mörz, Seidl, Salamon (64. Kogler) – Naumoski (59. Wagner), Jancker

Ried: Gebauer – Brenner, Glasner, Burgstaller, Ulmer – Drechsel (63. Bammer), Strak, Kovacevic, Kujabi (78. Hadzic) – Lexa (46. Stocklasa), Salihi

Gelbe Karten: Naumoski, Sedloski, Mravac, Seidl, Borenitsch bzw. keine

Rote Karte: Salihi (42./Tätlichkeit)

Gelb-rote Karte: Burgstaller (39.)

Die Besten: Atan, Naumoski, Mörz bzw. Drechsel

©Bild: GEPA/Hans Oberlaender

©Artikel: orf.at

Der zweite Auswärtssieg

Der Saisonbeginn in der tipp3-Bundesliga verläuft weiterhin ganz nach dem Geschmack des LASK. Die Linzer feierten am Samstag in Altach einen relativ ungefährdeten 3:1-Erfolg und halten damit nach zwei Runden bei sechs Zählern.

Die Vorarlberger, die sich schon in dieser frühen Meisterschaftsphase mit dem Prädikat „Abstiegskandidat“ anfreunden müssen, warten hingegen weiterhin auf ihren ersten Erfolg gegen den LASK seit dem Aufstieg der Oberösterreicher.

APA/Dietmar Stiplovsek

Vastic zweimal zur Stelle
Ivica Vastic wurde mit zwei sehenswerten Treffern (23., 37.) zum Matchwinner für die Linzer, die schon in der ersten Hälfte den Grundstein zum Erfolg legten.

Stückler ließ die Gastgeber mit seinem Anschlusstreffer in der 53. Minute zwar noch hoffen, die Trendwende blieb aber aus. In der 92. Minute machte Youngster Piermayr mit dem 3:1 den Sieg perfekt.

Trainer mit gutem Händchen
LASK-Coach Panadic setzte auf die Spieler vom 1:0-Auftaktsieg gegen Kapfenberg, entschied sich im linken Mittelfeld aber zu einer überraschenden Rochade: Nicht der Torschütze vom Mittwoch, Rasswalder, sondern der 19-jährige Akademie-Spieler Manuel Schreiner erhielt das Vertrauen des Kroaten.

Ein Vorschuss, den Schreiner vorbildlich zurückbezahlen sollte. In der 23. Minute flankte der Bundesliga-Neuling völlig unbedrängt schnörkellos zur Mitte, Vastic hechtete vor einem Altach-Verteidiger zum Kopfball und machte die 1:0-Führung der Linzer perfekt.

Zu dieser Zeit hatten die Gäste das Spiel gegen erneut schwache Vorarlberger bereits unter Kontrolle bekommen, ohne dabei alle Reserven mobilisieren zu müssen. Zwar hatte Ex-LASK-Stürmer Konrad in der sechsten Minute die erste Chance des Spiels vergeben, Altach tauchte danach aber nicht mehr vor dem gegnerischen Tor auf.

Führung hätte höher ausfallen können
Der LASK, der nach wie vor auf Säumel, Weissenberger und Wendel verzichten musste, kam vor Seitenwechsel durch Mayrleb (31.) und Baur (45.) nicht nur zu zwei weiteren guten Chancen, sondern erhöhte noch vor der Pause auf 2:0.

APA/Dietmar Stiplovsek

Neuerlich trug sich Routinier Vastic in die Torschützenliste ein, bei einem perfekt ins linke obere Eck gezirkelten Freistoß war Altach-Goalie Krassnitzer ohne Chance.

Altach drängt nach der Pause
Die gellenden Pfiffe, mit denen die Vorarlberger in die Kabine geschickt worden waren, verfehlten nach dem Seitenwechsel vorerst nicht ihre Wirkung. Die Fuchsbichler-Elf wirkte bissiger, setzte plötzlich sogar schüchterne spielerische Akzente und kam durch den zur Pause für Vishaj eingewechselten Karatay (Volleyschuss) in der 46. Minute zu einer guten Chance.

Der Anschlusstreffer kündigte sich aber nicht nur an, sondern war kurz darauf auch schon gefallen: Nach einer Pamminger-Flanke war Stückler im Fünfer mit dem Kopf zur Stelle, im Gegensatz zu LASK-Schlussmann Cavlina, der in dieser Szene keine gute Figur machte (53.).

Piermayr macht alles klar
Die in der ersten Hälfte so souveränen Oberösterreicher übernahmen zwar zwischenzeitlich wieder das Kommando, agierten aber zunehmend defensiv. So kam in der 75. Minute Kablar für Mayrleb, der nach gut einer Stunde eine tolle Chance vergeben hatte.

Altach, das in den zweiten 45 Minuten einen deutlichen Offensivüberhang hatte, kam allerdings kaum zu echten Einschussmöglichkeiten. Die nützte hingegen der in der Schlussphase eingewechselte 18-jährige Piermayr, der mit einem trockenen Flachschuss aus 16 Metern den 3:1-Sieg perfekt machte (92.).

Stimmen zum Spiel:
Andrej Panadic (LASK-Trainer): „Nach diesem Spiel muss ich glücklich sein. Wir haben alles gegeben. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, Altach ist eine kämpferische Mannschaft.

Wir haben auch spielerisch überzeugt, haben schnell gespielt und sind in der Abwehr gut gestanden. Wir haben jetzt zwei Heimspiele, die nicht einfach werden. Aber wir sind in einer guten Ausgangsposition.“

Ivica Vastic (LASK-Kapitän): „Es war ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Altach hat uns alles abverlangt und ist in der zweiten Hälfte stärker geworden. Durch den Anschlusstreffer haben sie einen zusätzlichen Schub bekommen.“

Heinz Fuchsbichler (Altach-Trainer): „Die Qualität des LASK heißt Ivica Vastic. Er hat den LASK mit zwei sensationellen Aktionen in Führung gebracht. Für uns ist es als kämpferische Mannschaft dann schwierig, das Spiel zu machen.

Dem Team gebührt dennoch ein Kompliment. Die Spieler kommen teilweise aus der Ersten Liga, müssen sich erst eingewöhnen. Die zweite Hälfte war sehr in Ordnung. Wir sind rund um die Uhr dran, Spieler zu testen, aber es ist nicht leicht. Wir müssen auch an die wirtschaftliche Seite denken.“

Samstag:

Cashpoint SCR Altach – LASK 1:3 (0:2)

Altach, Cashpoint-Arena, 4.500 Zuschauer, SR Meßner

Torfolge:
0:1 Vastic (23.)
0:2 Vastic (37.)
1:2 Stückler (53.)
1:3 Piermayr (92.)

Altach: Krassnitzer – Mimm (73./Mattle), Stückler, Sereinig, Pfister – Vishaj (46./Karatay), Guem, Pamminger, Rajic – Konrad, Jagne

LASK: Cavlina – Gansterer, Baur, Hoheneder, Wisio – Klein, Saurer, Panis, Schreiner (59./Piermayr) – Mayrleb (75./Kablar), Vastic (90./Mijatovic)

Gelbe Karten: Rajic, Pfister, Vishaj, Guem bzw. Vastic, Kablar, Wisio, Piermayr

Die Besten: Stückler bzw. Panis, Vastic

©Bild: APA/Dietmar Stiplovsek

©Artikel: orf.at

Ältere Artikel »