Goldtor von Majstorovic
Die Austria hat sich mit einem 1:0-Erfolg beim LASK am Sonntag aus der Krise geschossen. In der dritten Runde der Tipp3-Bundesliga reichte den Wienern eine mittelmäßige Vorstellung, um den ersten Saisonsieg zu feiern und Coach Karl Daxbacher bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte das erhoffte Erfolgserlebnis zu bescheren.
Der erstmals in dieser Saison aufgebotene Mario Majstorovic machte mit dem einzigen Treffer des Tages in der 53. Minute den Sieg für die Favoritner perfekt.
Während die Austria durchaus noch mehrere Tore hätte erzielen können, waren die Gastgeber nie in der Lage, das Spiel zu machen und gaben die ersten Punkte ab.
LASK von der Rolle
Ein wild gestikulierender LASK-Trainer Andrej Panadic sah eine enttäuschende Leistung seiner Mannschaft: Das statische, fast nervöse Spiel der Linzer war geprägt von Rat- und Ideenlosigkeit, Abspielfehlern und Missverständnissen.
Zusammenhängende Aktionen bis vors Tor fehlten, die Austria, selbst nach wie vor auf Formsuche, konnte davon aber erst gegen Ende der ersten Hälfte profitieren.
Panadic „bestrafte“ dann Wemmer, der kurzfristig für Youngster Schreiner (Magenprobleme) eingelaufen war, noch vor Seitenwechsel mit dem Tausch gegen Piermayr (44.).
Austria findet ins Spiel
Die Wiener, bei denen Sun Xiang erstmals von der Defensive ins Mittelfeld vorrückte und von Majstorovic vertreten wurde, suchten ihr Glück vorerst hauptsächlich über hohe Bälle.
Mit Fortdauer der Partie gelang den Gästen aber auch spielerisch mehr. So tankte sich Okotie in der 34. Minute weit vor, sein Schuss traf aber nur das Außennetz. Zuvor hatte der bis dahin beste Linzer, Tormann Cavlina, zwei Möglichkeiten durch Acimovic (1. und 38.) vereitelt.
Majstorovic nimmt Maß
Majstorovic erfüllte schließlich die Hoffnungen der Daxbacher-Elf auf einen vollen Erfolg: Aus rund 20 Metern erzielte er mit einem präzisen Schuss das 1:0 (52.). Der Ball fiel dem Austria-Verteidiger nach einer Strafraumszene quasi vor die Beine.
Nichts geht beim LASK
Der LASK konnte aber nicht mehr zulegen, obwohl mit Mijatovic anstelle von Wisio eine weitere Offensivkraft gekommen war. Ein schwacher Versuch von Panis in der 65. Minute beendete zwar eine fast 40-minütige Torschussflaute der Gastgeber, leitete aber keineswegs eine finale Sturm-und-Drang-Phase ein.
Für die Austria vergab Sulimani die größte Chance auf das 2:0 in der 94. Minute, für die Linzer konnte auch der in den Strafraum geeilte Cavlina beim letzten Freistoß für Schwarz-Weiß nichts mehr ausrichten.
Stimmen zum Spiel:
Andrej Panadic (LASK-Trainer): „Das war nicht schön. Die Austria hat die Räume gut zugestellt, klug gespielt. Unsere Bälle waren zu langsam, in der Defensive haben wir zu langsam agiert. Die Spieler haben in der zweiten Hälfte alles versucht. Aber natürlich müssen wir uns verbessern. Wir haben die erste Hälfte verschlafen. Die Austria war die klar bessere Mannschaft. Ich wollte Wemmer eigentlich schon ein bisschen früher runterholen, leider ist er überhaupt nicht ins Spiel gekommen.“
Karl Daxbacher (Austria-Trainer): „Wir waren heute klar die bessere Mannschaft. Der LASK hat es nach schlechtem Spiel mit der Brechstange probiert. Es wird zu oft nach dem Resultat beurteilt, aber wir haben in den ersten beiden Spielen nicht gut gespielt. Der Sieg freut mich und hat mich befreit.“
Mario Majstorovic (Austria-Torschütze): „Es war eine taktisch tadellose Leistung von uns. Sicher war beim Siegestreffer auch Glück dabei. Ich bin nicht so ein Goalgetter, aber es freut mich, dass es gelungen ist. Im vorigen Jahr habe ich Gercaliu auf meiner Position gehabt, heuer Sun Xiang. Es ist nicht so leicht bei der Austria, in der Vorbereitung war ich zudem verletzt.“
Dritte Runde, Sonntag:
LASK – Austria 0:1 (0:0)
Linzer Stadion, 10.700 Zuschauer, SR Plautz
Tor: 0:1 Majstorovic (52.)
LASK: Cavlina – Gansterer, Baur, Hoheneder, Wisio (63./Mijatovic) – Klein (86./Kablar), Saurer, Panis, Wemmer (44./Piermayr) – Vastic, Mayrleb
Austria: Safar – Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic – Krammer, Hattenberger, Acimovic (89./Madl), Sun Xiang (63./Dragovic) – Bazina (84./Sulimani), Okotie
Gelbe Karten: Mayrleb bzw. Bazina
Die Besten: Cavlina, Baur bzw. Krammer, Hattenberger, Majstorovic