Altach harmlos
SV Josko Ried ist am Mittwoch mit einem 3:0-Heimsieg gegen Cashpoint Altach in die diesjährige tipp3-Bundesliga gestartet.
Die Oberösterreicher durften damit zum ersten Mal seit dem 1. März wieder drei Punkte bejubeln – wie damals daheim gegen Altach (3:1). Die Vorarlberger blieben zum elften Mal in Folge auswärts ohne Sieg.
In dem im Vorfeld als “Abstiegsduell” betitelten Spiel setzte die Elf von Interimscoach Gerhard Schweitzer jedenfalls ein klares Zeichen und sich hinter Salzburg auf Platz zwei. Bei den Oberösterreichern wird Paul Gludovatz als heißer Trainerkandidat gehandelt; die Bekanntgabe könnte bereits am Donnerstag erfolgen.
Hausherren übernehmen das Kommando
Altach fand die erste Chance des Spiels vor, Jagne schoss nach einer Flanke aus fünf Metern über Gebauers Kasten (7.). Doch danach nahmen die Hausherren das Heft in die Hand.
Toth blieb bei einer Doppelchance erfolglos: Erst drehte er den Ball haarscharf am linken Kreuzeck vorbei (13.), kurz darauf ging sein Volley von der Strafraumgrenze nach Ablage von Salihi nur knapp über das Tor (15.).
Führung durch Brenner
Gegen Mitte der ersten Hälfte trug die Überlegenheit der Oberösterreicher Früchte. Brenner wurde von Lexa auf der rechten Seite geschickt, seine Flanke geriet jedoch zum Schuss. Krassnitzer reagierte verspätet, und der Ball landete via Innenstange im Tor (25.). Weder Rieder noch Altacher taten danach viel für das Spiel, folgerichtig gingen die Mannschaften mit 1:0 in die Kabinen.
Lexa trifft zum Einstand
Die Rieder starteten jedoch stark in die zweiten 45 Minuten und machten schnell alles klar. Toths Stanglpass von links passierte Freund und Feind, Neuzugang Lexa traf völlig frei stehend in der rechten Strafraumhälfte zum 2:0 (48.) – ein Einstand nach Maß.
Salihi staubt ab
Nach einem Brenner-Eckball von links zog Drechsel von der Strafraumgrenze volley ab, doch nach Krassnitzers kurzer Abwehr war Salihi mit dem Abstauber zum 3:0 zur Stelle (55.).
Mit Ausnahme eines Kopfballs von Konrad (65.), der über das Rieder Tor ging, blieben die Gäste weiterhin harmlos. Die “Wikinger” aus Ried durften somit nach 90 Minuten über ihren ersten Auftaktsieg seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga 2005 jubeln.
Stimmen zum Spiel
Gerhard Schweitzer (Ried-Interimstrainer): “Wir hatten letzte Woche nach Georg Zellhofers Abschied einen kurzen Schock. Wir haben uns dann zusammengesetzt und sind zum Schluss gekommen, dass wir die Antwort auf dem Platz geben müssen. Trotz der medialen Unruhe habe ich mit Georg Zellhofer eine perfekte Vorbereitung durchgezogen.”
Zur möglichen Präsentation des neuen Coachs am Donnerstag: “Ich und Paul Gludovatz haben vier Jahre beim ÖFB gut zusammengearbeitet. Wenn er morgen zu uns kommen sollte, dann passt das.”
Heinz Fuchsbichler (Altach-Trainer): “Wir waren einfach zu nervös, haben fast keinen Ball nach vorne halten können. Wir haben zu viele Fehler im Spielaufbau und Ried dadurch stark gemacht. Nach dem 1:0 war Ried Herr auf dem Platz und hat besser kombiniert.”
“Mir ist das Ergebnis schleierhaft, weil wir den Gegner genau analysiert haben. Wenn man aber so viele Fehler macht, ist es schwierig, ein Spiel offen zu halten. Spieler wie Roland Kirchler wachsen nicht auf den Bäumen und sind für uns schwer zu kriegen. Jetzt gibt es eben andere Spieler, die in seine Rolle schlüpfen müssen, aber sicher nicht mit der heutigen Leistung.”
Stefan Lexa (Ried-Mittelfeldspieler, schoss bei seinem Debüt in Österreichs höchster Liga gleich ein Tor): “Die Heimatluft hat heute geschmeckt, gott sei Dank sind auch die Tore gefallen. Wenn ich länger in Österreich bin, kommt mein Kärntner Dialekt sicher auch wieder – aber sag’ ma mal, ich bin eher a Bayer.”
Mittwoch:
Ried – Altach 3:0 (1:0)
Fill-Metallbau Stadion, 5.300 Zuschauer, SR Lechner
Torfolge:
1:0 Brenner (27.)
2:0 Lexa (49.)
3:0 Salihi (56.)
Ried: Gebauer – Brenner, Glasner, Burgstaller, Ulmer – Lexa (83./Hofer), Drechsel (89./Illibauer), Toth (78./Bammer), Kovacevic, Kujabi – Salihi
Altach: Krassnitzer – Mimm, Stückler, Kling, Rajic – Sereinig – Karatay (58./Ribeiro), Guem, Konrad – Jagne (71./Mayer), Mattle (58./Vishaj)
Gelbe Karten: Kovacevic, Drechsel, Glasner, Toth, Ulmer bzw. Mimm, Rajic, Vishaj
Die Besten: Toth, Ulmer, Kujabi bzw. Guem